ALTÄRE

Altäre
Hochaltar
 
Die Kirche hat einen Hochaltar und zwei Seitenaltäre, die alle aus dem 17. Jahrhundert stammen und mit sehenswerten Holzstatuen geschmückt sind. Das Ölbild auf dem Hochaltar stellt die hl. Maria groß in den Mittelpunkt und bildet mit den beiden Seitenaltären eine Art von marianischem Programm, das ganz den gegenreformatorischen Gedanken der Jesuiten in der damaligen Zeit entspricht. Auch die Kanzel stammt aus derselben Zeit wie die Altäre, besteht aus schwarz gebeiztem Holz und ruht auf einem einzigen Pfeiler.

Lesen Sie dazu den Originaltext des Kirchenführers

Univ.-Prof. Dr. Günther Jontes

Der Hochaltar
Der barocke Hochaltar wurde genau in den gotischen Chor eingebaut. Er verdeckt das mittlere der drei Chorfenster und bietet Raum für eine bequeme Umschreitung. Dies wurde wohl deshalb ge-macht, um eine weitere Betrachtung der gotischen Wandmalereien zu ermöglichen, die auch in die-sem Teil des Presbyteriums alle Wandflächen bedecken.
Der Aufbau entspricht wie bei den gleichartigen Seitenaltären dem Zeitstil der 2. Hälfte des 17. Jahr-hunderts. Über der Mensa steht ein gleichzeitiges Tabernakel, dessen figuraler Schmuck von schön geschnitzten Engeln leider in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts geraubt wurde. Das Altarbild, ein Ölgemälde, wird von zwei barockklassischen Säulen eingerahmt und zeigt die hl. Familie, fliegende Engel und als kleine Episode am Rande ein Englein, das die Wiege des Jesukindes vorbereitet. Da-rüber bezeichnet eine Aufschrift originalen Duktus in einer Kartusche die Gottesmutter als »Königin der Peichtiger«, also der Beichtväter.