ALTÄRE


Linker Seitenaltar:
Altarbild Verkündigung
Maria
  Dieses dominante Bild stellt die hl. Maria besonders in den Vordergrund, waren doch die Jesuiten immer besondere Marienverehrer und als Missio-nare im Volk vielfach auch die gewiegtesten Beichtväter. Hochaltar und die beiden Seitenaltäre bilden in ihren Hauptbildern ursprünglich ein maria-nisches Programm, das auch noch ganz dem Frömmigkeitsstil des Hoch-barock mit seinen noch gegenreformatorischen Tendenzen entspricht. Der Namenspatron der Kirche, der hl. Rupert von Salzburg, war schon bei der Freskenausstattung des neu erbauten Chores zu einer bloßen Bildepisode mutiert und ganz vom marianischen Programm der Gotik übertönt worden. Auch auf dem neuen Hochaltar ist er in seinem Bischofsornat und mit dem sprechenden Attribut des Salzfüderls nur mehr als kleines Ölbild im Auszug über dem großen Altarblatt zu sehen, obwohl üblicherweise der Patronats-heilige das Hauptmotiv des Hochaltares bilden sollte.
Die malerische und künstlerische Qualität des Bildes ist provinziell und als eher bescheiden einzustufen. Der Maler ist wohl identisch mit dem des linken Seitenaltares.
St. Rupert wird noch überhöht durch eine barocke Schnitzfigur des hl. Erzengels Michael in seiner Funktion als Wäger der Seelen beim Jüngsten Gericht. Deshalb hält er neben seinem Schwert auch eine Schalenwaage in seinen Händen.
Im Übrigen trägt der Hochaltar außer Knorpelwerkpaneelen und -attachen seitlich zwei Wappenschil-de, die auf die Adelsfamilie Saurau als Auftraggeber verweisen, die 1626-1811 das nahe gelegene Schloss Friedstein in Besitz hatten. Weiters schmücken Engelsköpfe und Fruchtgirlanden zwei größere barocke Schnitzstatuen, die wiederum dem marianischen Programm des Chores und der Thematik des Hochaltarblattes zuzuordnen sind. Es handelt sich um die Eltern der Gottesmutter, die hl. Anna und den hl. Joachim. In die Sphäre der Jesuiten weisen hingegen die kleineren Plastiken des Altaraufsatzes, die links den Gründer der Gesellschaft Jesu, den hl. Ignatius von Loyola, und rechts wahrscheinlich den hl. Franz Xaver darstellen.