ARCHITEKTUR

Architektur  
Das nach Osten ausgerichtete spätgotische Gotteshaus zeigt im Innern eine zweischiffige Halle mit raumteilenden Pfeilern und einem Netzrippen-gewölbe in zwar solider, aber schlichter Bauweise. Der Altarraum weist umfangreiche Freskenmalerei im Gewölbe und an den Wänden auf, zur Sakristei führt ein kleines gotisches Portal. Der Kirchturm ist in seinen unteren Geschossen gotischer Bauart, ab der Glockenstube aber barock.

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Univ.-Prof. Dr. Günther Jontes

Die Filialkirche hl. Rupert zu Niederhofen zeigt sich heute als einheitlich wirkender gotischer Bau mit einem später errichteten barocken Kirchturm. Im Sinne des Mittelalters ist das Gotteshaus orientiert, d. h. nach Osten hin, wo man Christi Grab wusste, ausgerichtet. Die Erbauung über einer älteren An-lage dürfte um 1450 begonnen worden sein, die Chorweihe ist urkundlich für 1464 bezeugt. Das Langhaus stellt eine zweischiffige Halle dar, d. h. in der Längsachse der Kirche stehen die raumteil-enden Pfeiler, auf denen das unregelmäßige Netzrippengewölbe aufsitzt. Diese Anlage umfasst drei Joche. Die Pfeiler sind Rundpfeiler mit quadratischen Sockeln. Eine einst geplante Empore, die aber in der Gotik nicht zur Ausführung kam, führte dazu, dass im Haustein des westlichen Pfeilers Rippen-ansätze sichtbar sind, die einst die Emporengewölbe hätten tragen sollen. Die Wandpfeiler haben keine Kapitelle, wie überhaupt ein Teil der Würde dieser Kirche auf ihre handwerklich solide, jedoch fast schmucklos schlichte Bauweise zurückzuführen ist. Selbst die beiden Portale wurden ohne jede ornamentale oder symbolische Zier gelassen.