ERFORSCHEN - BEWAHREN


Chorgewölbe
Im Chorabschluss links und rechts der Spitzbogenfenster sind Heiligenfiguren mit ihren Attributen dargestellt.
Entnommen aus: Lanc E., Die mittelalterlichen Wandmalereien in der Steiermark, Bd. II, Wien 2002

Restaurierungsgeschichte

1840er-Jahre:
Der Pfarrer Cajetan Luschnigg gibt in einem Schreiben von 1882 den Hinweis, dass eine Grundset-zung und damit verbundene Entstehung von Mauerrissen im Chorraum der Anlass für eine Über-tünchung der Gemälde »vor etwa 40 Jahren« gewesen sein dürfte.

1880/81:
Der Obmann des christlichen Kunstvereins, Johann Graus, führt eine Begutachtung des Kirchenin-neren durch und erstellt 1881 dazu ein Gutachten, das vorerst die Instandsetzung des Mauerwerkes (Feuchtigkeitsschäden und Risse) vorsieht und des Weiteren die Ausmalung des Kircheninneren. Im Juni 1881 wird mit den Arbeiten begonnen.

1882:
Beim Abkratzen des »Verwurfes« im Chorraum kommen Wandmalereien zum Vorschein. Die k.k. Centralkommission für Kunst- und historische Denkmäler datiert diese in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts, ordnet die Sicherung des Gebäudes durch ordnungsgemäße Instandsetzung der Risse am Triumphbogen und an den Wänden im Chorraum an, plädiert aber gleichzeitig für ein Be-lassen des Zustandes, »da eine Ausbesserung sie nur gefährden und ihren eigenthümlichen Cha-rakter jedwede Übermalung verschwinden machen würde.«