ERFORSCHEN - BEWAHREN

Da der rezente Anstrich im Chorraum stark pulverisiert war, erfolgte vorerst ein Abwaschen als Teil-reduktion und danach über einer dünnen Grundierung die Neufassung entsprechend dem Befund. Ebenso wurden die Steinteile des Langhauses in der Raumfassung des späten 19. Jahrhunderts präsentiert, sodass der Raumeindruck aus dieser Zeit gegeben ist.
Turmvorhalle:

Nach der Entfernung der Wendeltreppe in der Turmvorhalle (Abb.10) kam es zur Freilegung der Erst-fassung. Die Gewölbegrate sowie die Leibungen zeigten, wie über Sondierungen vorerst festgestellt, die steingraue Fassung mit Imitation von Gewölberippen (Abb. 11). Feine Nagelrisse im Putz begren-zen jetzt die steingraue Fassung.

Die »Gewölbewunde« durch den zwischenzeitlichen Einbau des Emporenaufganges wurde mauer-werks- und grobputzmäßig geschlossen, aber die Fassung nicht rekonstruiert. Hier nahm man größtmöglichen Bedacht, den Alterswert der Oberflächen zu erhalten. Fehlstellen wurden zurückhal-tend geschlossen. Das Farbprogramm der Turmvorhalle ließ sich auch über erste Untersuchungen als Erstfassung feststellen.

Fotonachweis:
Bild 1, 3,4, 5, 6, 8, Fotostudio Pacherneg
Bild 2, 7, 9, 10, 11, Hubert Schwarz