GRABSTEINE


Grabstein Walther von
Waltersweil 1604
Die Grabsteine in der Kirche
Da die Niederhofener Rupertikirche den Status einer Filialkirche von Pürgg hat und der Friedhof, der sie umgibt, jüngeren Datums ist, sind die Zeugnisse alter Grabkultur, die hier bis ins späte 16. Jahrhundert zurückreichen, Vorzugs-beisetzungen zuzuordnen, die sich auf Adelige und ihre Familienmitglieder beziehen. Diese hatten als Angehörige des mittleren Herrenstandes meist Verwalter- und Pflegerposten auf umliegenden Burgen, Schlössern und An-sitzen inne und fühlten sich berechtigt, ihre Beisetzung innerhalb eines Gottes-hauses in der Nähe ihrer Wirkungsstätte zu begehren. Auch ein Schlossherr befindet sich unter den hier Begrabenen. Dazu war die zuständige Pfarrkirche auf der Pürgg zu entlegen und zu umständlich zu erreichen. So kommt es, dass auch in deren Filiale im Tale unweit etwa des Schlosses Friedstein Bei-setzungen an bevorzugter Stelle im Inneren der Kirche von Niederhofen erfolg-ten.
Dies entsprach auch dem zeitgeistigen frommen Wunsch, seine letzte Ruhestätte möglichst nahe beim Allerheiligsten zu finden. Die Position der Grabsteine muss dabei nicht unmittelbar mit der tat-sächlichen Lage des Grabes im Boden der Kirche übereinstimmen. Die Niederhofener Grabsteine weisen in ihrer Fertigung mit wenigen Ausnahme gute Qualität auf. Ob sie im Umkreis des Ennstales entstanden sind, muss offen bleiben.

Die Epitaphien sind hier in zeitlicher Reihenfolge ihrer Widmung geordnet.