LAGE und URSPRUNG

Lage und Ursprung  
Die Kirche St. Rupert liegt an einem schon in der Geschichte äußerst wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Ennstal und muss
mit ihrem romanischen Vorgängerbau in der Zeit nach der ersten Jahrtausendwende angesiedelt werden; 1240 wird die Kirche erstmals schriftlich erwähnt. Der spätere gotische Bau, wie wir ihn heute noch bewundern können, weist eine wechselvolle und interessante Geschichte auf.

Lesen Sie dazu den Originaltext des Kirchenführers

Univ.-Prof. Dr. Günther Jontes

Wer mit der Bundesbahn oder auf der Bundesstraße das steirische Ennstal nach Westen durchfährt, passiert kurz vor der Eisenbahnstation Stainach-Irdning rechter Hand eine weiß leuchtende Kirche
mit einem ungewöhnlichen schindelbedeckten Turmhelm. Der Kundige erkennt auch im Vorüber-huschen, dass es sich um einen gotischen Bau handelt. Es ist die Filialkirche Niederhofen, die
zur Pfarre Hl. Antonius in Stainach gehört, selbst also über keine Pfarrrechte verfügt. Der neuere Ortsfriedhof von Stainach umgibt sie. Ihr Inneres birgt jedoch Grabsteine, die in eine größere histo-rische Tiefe zurückweisen. Den Durchbruch der Klachau bewachen einerseits die mittelalterliche Rittersiedlung und traungauische Pfalz der Pürgg, andererseits schon in der Talniederung stehend der Felsklotz, der Schloss Trautenfels trägt, das aus der alten Feste Neuhaus hervorgegangen ist.

Die Hochebene der Pürgg trägt ein altsteirisches, nahezu unverbildetes Dorf, für das Peter Rosegger einmal den Übernamen »Das steirische Kripperl« geprägt hat. Das Irdninger Moos, einst ein von der noch unregulierten Enns durchflossenes Moorgebiet, füllt die Talebene aus und war einst von einer Unzahl von Heuhütten besetzt.