MÖBLIERUNG


 
Gestühlwangen mit Datierung
Die Nummerierung der rechten Reihe geht von 1-5 bzw. bei den Sitzen von 1-30. Die hinteren 4 Reihen dieser Kirchenbänke wurden handwerklich und stilis-tisch recht geschickt im ausgehenden 19. Jahrhundert ergänzt und die der Kirchentür nächstgelegene Vorder-wand des Gestühls mit Reliefs von Kelchen und den Namen Jesu und Mariä geziert.

Die Frontflächen und Schlusswände der barocken Bankreihen wurden formatfüllend mit schwarzer Scha-blonenmalerei rein ornamental verziert.

Die Niederhofener Kirchenbänke sind wie in der Vergangenheit üblich nach Frauen- (links) und Männerseite (rechts) differenziert. Man erkennt dies auch an den Platztäfelchen, die auf den Ablage-flächen des Gestühls angebracht sind und mit den aufgemalten Sitzplatznummern korrespondieren. Verstärkte Schriftlichkeit der Bevölkerung dürfte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zu dieser Markie-rung geführt haben, die jedem notablen Pfarrangehörigen bzw. ständigen Messbesucher seinen angestammten Platz garantierte. Es ist bekannt, dass diese Plätze von der Kirchenautorität oft quasi im Jahresabonnement um einen symbolischen Betrag vergeben wurden.

Die Platztäfelchen stammen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sie sind aus Metall, in der Form entweder rechteckig oder queroval. Die Namen darauf sind gemalt, geprägt, graviert, gefräst oder auch in Email. Da sie noch in großer Vollständigkeit vorhanden sind, lohnt sich eine Aufzählung, da diese Namen Aufschluss über die Zusammensetzung der Kirchenbesucher und der Familien von Stainach und Niederhofen geben.