WANDMALEREIEN

Wandmalerei
Aus der Erasmuslegende  
 
Die Freskomalerei an Wand und Decke des gesamten Altar-raums weist in das ausgehende 15. Jahrhundert und zeigt Marienleben, Passion Christi, Jüngstes Gericht und Heilige entweder in größeren Bildszenen oder Einzelgestalten. Wir finden auch Reste von Wandinschriften (Graffiti) im Turmunter-geschoß, die in der Schrift des frühen 16. Jahrhunderts mit Rötel hingeschrieben wurden.

Lesen Sie dazu den Originaltext des Kirchenführers

Univ.-Prof. Dr. Günther Jontes

Im 1454 geweihten Chor der Kirche befindet sich ein vielteiliger und qualitativ hochstehender Schatz an Wandmalereien, der pro-grammatisch durchdacht Marienleben, Passion Christi, Jüngstes Gericht, Engelsmusik und zahlreiche Heilige vereint. Das Datum der Chorweihe versetzt die Wand- und Deckenmalereien in das ausgehende 15. Jahrhundert. Eine in der Apsis aufgefundene Signatur und Datierung eines Josef Schörndl 1495-1499 muss epigraphisch als höchst problematisch für eine Zuweisung aus-geschieden werden.

Die Malereien wurden 1883 entdeckt und freigelegt. Restaurierung war damals dem Zug der Zeit mit ihrer Vorliebe für die Gotik folg-end meist auch mit Ergänzung und daraus resultierender Über-malung verbunden. Das macht die detaillierte Beurteilung des Originalzustandes heute schwierig, wenn sie nicht mit einer Ent-restaurierung verbunden werden kann.


Blick ins Presbyterium